Danke   1 comment

Ich möchte mich herzlich bei allen bedanken, die meine Beiträge lesen, gut finden, ein „gefällt mir“ oder einen Kommentar dazu abgeben. Über jede Rückmeldung freue ich mich. Einen Beitrag schreiben ist für mich so ähnlich wie einen Stein in einen tiefen Brunnen fallen lassen. Man wartet ein wenig und freut sich dann, wenn man nach langen Sekunden den Plumps hört 🙂

Wie oft habe ich morgens beim Aufwachen Ideen, was ich mich so umtreibt und über welche Themen ich dringend hier schreiben sollte. Aber wenn es dann hell wird, verblassen die Gedanken im Morgengrauen, sie scheinen mir nicht mehr wichtig, zu banal. Wenn ich so zurückblättere, scheint es mir eine gute Mischung geworden zu sein aus ernsten Themen, Lebensfreude und Besinnlichkeit. Es ist mir wichtig, das Schlimme im Leben nicht auszublenden. Trotzdem soll das Lesen ein bisschen Spaß machen, auch mir.

Allen wünsche ich allen Freunden/Freundinnen meines Blogs einen guten Rutsch ins Neue Jahr! Und auf Wiederlesen im nächsten Jahr, soweit möglich gesund und munter!

Michael

Veröffentlicht 31. Dezember 2017 von Michael in Gedankensplitter

Alabasterstein   Leave a comment

Mein so herrlich behauener Alabasterstein soll endlich seinen Sockel kriegen, damit man auch erkennt, dass er ein Kunstwerk ist. Er hat hohen Aufforderungscharakter: man möchte Hammer und Meißel in die Hand nehmen, um ihn zu vervollkommnen, eine Allegorie zum menschlichen Leben als ständige Chance zur Entwicklung und Veränderung. „Die Sehnsucht des Lebens nach sich selbst“ formuliert es Khalil Gibran. Diese große Sehnsucht soll er transportieren.

Als ich ihm mir auswählte, war er müde und milde, abgestoßen mit deutlichen Spuren der Verwitterung. Mit viel Mühe habe ich ihm das ausgetrieben. Frisch ist er geworden, lebendig, voller Ecken und Kanten, bereit anzustoßen, anzuecken, auch mal zu verletzen. Ja, er darf seine Einschlüsse, seine Fehlstellen zeigen. Die machen seine Eigenheiten aus, seine Unverwechselbarkeit. Ich habe sie absichtlich mit der nötigen Vorsicht und voller Liebe herausgearbeitet. Ein männlicher Stein ist er geworden. Ein Brocken voller Möglichkeiten, im Gegenlicht durchscheinend sieht man seinen gesunden Kern. Wie ein ferner Bote, der aus dem All hereingeflogen kam. Ein Vorbild für mich.

Veröffentlicht 20. Dezember 2017 von Michael in Gedankensplitter

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Harmonie des Lärms   Leave a comment

Versuch einer optischen Entsprechung von Lärm

Als Heranwachsender erlebte ich den krassen Gegensatz zwischen dem Lärm des Alltags, schier alles machte einen großen Krach, und am Abend dann den erhebenden Wohlklängen klassischer Musik, meist aus dem Radio. Tägliche Belastung gegen abendliche Entspannung, wobei ich dem so negativ bewerteten Alltag nicht entkommen konnte. Meine Mutter hatte mich mitgenommen in Mozarts Oper „Zauberflöte“. Das hatte mich beeindruckt! Mein Heimweg von der Schule führte mich entlang einer Landstraße, wo ich als Fußgänger für mich alleine unterwegs war. Das zerfledderte Textheft in der Hosentasche, schlenderte ich vor mich hin, während ich glücklich mit meiner hellen Bubenstimme die Arien der Königin der Nacht, des Papageno, des Sarastro in die Welt hinaus jauchzte. „In diesen heil’gen Hallen kennt man die Rache nicht.“ Solche Gedanken entsprechen seit jeher meiner Lebensauffassung.

In der Schule lernte ich die Harmonien kennen, Schwingungen, die in einem einfachen Zahlenverhältnis als Akkord oder Abfolge zueinander standen. Da war die Vorstellung von den Sphärenklängen der Pythagoreer, eine Verbindung zum Weltall. Im Konzertsaal lauschte am Abend eine erlesene Zuhörerschaft weihevoll und ergeben diesen wohlgesetzten Tönen und wähnte sich dabei für ein, zwei Stunden in eine edle und bessere Welt entrückt. Wagner, Beethoven, Brahms. Schon die Namen verrieten ehrfürchtige Kennerschaft, und auf den Maestro wartete zum Abschluss ein großer Blumenstrauß.

Buchstaben, aber Wörter sind nicht zu erkennen

Im Gegensatz dazu stand meine Umwelt mit ihrer Vielfalt an Geräuschen, die uns umgibt wie das stete Tosen der Brandung an einer Felsenküste. Auf der Straße die lärmenden Autos, knatternden Motorräder, die Straßenbahn quietschte in den Kurven. Meine Mutter arbeitete im Fernmeldeamt, wenn ich sie besuchte, streifte ich durch Säle voller mechanischer Relais und Drehwähler. „Brrrrt, klacklacklacklack“ machten sie unaufhörlich alle durcheinander. Mein Onkel arbeitete in der Fabrik in einem Saal voller Drehbänke, wo sich die Schneidstähle durchs Metall fraßen. Einmal besichtigten wir die Setzerei der Zeitung: Reihen von übermannshohen Linotype-Maschinen, wo ganze Druckzeilen aus flüssigem Blei gegossen und zu einer Zeitungsspalte zusammengefügt wurden. Alles rasselte und klapperte. Da war so etwas wie Schallschutz ein fremder Gedanke!

Zuhause setzte sich das fort: der Kühlschrank, die Flamme des Gasherds, das Klappern des Geschirrs im Spülbecken oder gar das Heulen des Staubsaugers. Sogar in der Natur gab es kaum Stille. Damals quoll sie noch über vor lauter Leben in einem Maße, dass man sich heute nicht mehr vorstellen kann! Im Frühjahr aus jedem Busch, von jedem Baum und Strauch das morgendliche Geschmetter der Singvögel, jeder Vogel sang aus vollem Halse was seine Stimmbänder nur hergaben, gegen Mittag abgelöst durch das Tschilpen der allgegenwärtigen Spatzen. Im Hochsommer das Schrillen und Brummen der Unmassen an Insekten auf den Wiesen. Lenkte man seine Schritte durch das hohe Gras, so spritzten voller Aufregung die Grashüpfer und Heupferdchen nur so von einem weg.

Wo also ist der Sinn, die Ordnungsstruktur?

Ein Traum von mir war es, diese beiden Welten des geordneten Wohlklangs und des widerwärtigen Alltagslärmens miteinander zu versöhnen und die Schönheit des allgegenwärtigen Tosens, Quietschens, Stampfens und Knatterns erkennbar zu machen und mit den Harmonien des Sinfonieorchesters zu verbinden, die Musik dabei auch von der übermäßigen Süße der Wohlklänge und Harmonien zu befreien, dabei aber auch dem Alltag ein Stück weit seine Schwere und Last zu nehmen.

Viele Komponisten hatten seit dem Anfang des 20. Jahunderts bereits Versuche dazu unternommen: die Streicherklänge des Orchesters wurden angereichert mit Schreibmaschinengeklapper, Sirenengeheul, da stand ein Flugzeugmotor mit Propeller, eine große Dampfertute, ein Gong wurde in eine Wanne voll Wasser getaucht. Das vertraute Pulsieren des Taktes versteckte sich zwischen komplexen rhythmischen Strukturen. Die Zeit der Bruitisten und der „konkreten Musik“. Es gab die ersten elektronischen Musikinstrumente.

Das bedeutete für mich eine große Erleichtung im Konzertsaal, anstelle andächtiger Stille, Perfektion und überaus fingerfertigem Virtuosentum gab es auf einmal Überraschungen, Verblüffung, es durfte gelacht werden, Experimentierfreude. Musik als etwas, wobei man Spaß haben durfte.

Oder ist es nur ein Spiel aus Freude an der Form?

Nachtrag   2 comments

Auf der Suche nach Bildern für den Text zum „Mann und Mond“ ist mir mein altes Märchenbuch eingefallen. Seit meiner Kindheit liebe ich Märchen und alte Bücher mit ihrem liebevoll gesetzten Schriftsatz, die verschnörkelten Initialen, die einzelnen mit der Hand gesetzten Buchstaben, die immer ein ganz klein wenig tanzen in ihrer Reihe, mit ihren vielfältigen Ligaturen und Zierlinien. Dazu die schönen Abbildungen: Stahlstich, Kupferstich, Holzschnitt, die ersten, auf wenige Farben beschränkten Farbbilder.

Ich denke an meine Großmutter, wenn sie hin und wieder in der Adventszeit sich im Wohnzimmer in den Sessel setzte, die Lesebrille auf die Nase setzte, dann mein Märchenbuch in die Hand nahm und die jeweilige Seite suchte und aufschlug. Sie begann vorzulesen, und die längst eingetrocknete Druckerschwärze belebte sich wieder.

Bilder, eben noch zwischen den Papierseiten eingefangen, stiegen in meiner Fantasie auf und nahmen mich mit in die weite Welt der Riesen und Zwerge, der Feen und Zauberer. Meine Füße steckten in Siebenmeilenstiefeln, auf dem Rücken eines Fohlens bewältigte ich große Gebirge, überquerte ganze Ozeane, ritt den Glasberg hinauf. Ich zog über orientalische Märkte weit weg im Morgenland auf der Suche nach speziellen Spezereien. Nebenbei erlöste ich noch meine Brüder aus der Versteinerung samt allen Prinzen, die noch dem Unglück verfallen waren.

Schließlich klappte die Großmutter das Buch wieder zu, alle Figuren und Gestalten retteten sich gerade noch mit knapper Not zwischen die Seiten auf ihren Platz. Das rauschende Fest war aus, die Lichter im Ballsaal erloschen, und das ganze Schloss mit einem Schlag wieder in unerreichbare Ferne gerückt.

Was mir aber immer blieb, war die Zufriedenheit des „Hans im Glück“, als er am Ende der Geschichte mit leichtem Rucksack wieder nach Hause kam.
Und das ist mir ein bisschen bis heute geblieben.

 

Veröffentlicht 5. Dezember 2017 von Michael in Gedankensplitter

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Mann und Mond   Leave a comment

Vor sechs Stunden war Vollmond. Der letzte für dieses Jahr. Unser Himmel ist in den vergangenen Tagen voller Wolken, und so ist es mir bisher nicht aufgefallen. Durch meine Fenster schaue ich auf einen großen Teil des Himmels, und so ist der Mond mein angenehmer Begleiter in der Einsamkeit der Nacht, der dann und wann herein scheint und einen wandernden hellen Flecken auf Wand und Fußboden malt. Besonders im Sommer bringt er Kühle und Erfrischung nach der Hitze des Tages.

Die Nacht empfinde ich seit jeher als Zeit des Nachdenkens und Reflektierens. Manchmal stelle ich mir vor, wie es war, als Steinzeitmensch nachts auf dem Rücken zu liegen angesichts des funkelnden Firmaments und zu versuchen, das Übermaß der Sterne nachvollziehbar zu ordnen, die Wandelsterne zu erkennen auf ihrer eigenen Bahn über das Himmelsgewölbe. Wie ich glaube, eine typisch männliche Sicht auf den Himmel.

Dieses gemächliche nächtliche Sinnen stieß mich auf die Frage, warum der Mond bei uns männlich ist (ich denke jetzt auch an den Mann im Mond), während er in den romanischen Sprachen weiblich ist. Mir scheint es als völlig normal und logisch, von einer alleinerziehenden Mutter geprägt, die Sonne, unseren lebensspendenden, nährenden zentralen Himmelskörper, der den Tag dominiert, als weiblich einzuordnen. In unserer Breite wird die Sonne viel weniger durch ihre große Hitze als lebensbedrohlich wahrgenommen, sondern durch ihre stimmungsaufhellende Licht- und Wärmefülle speziell im Frühling nach der langen dunklen Jahreszeit ersehnt, begrüßt und gefeiert.

Vor ein paar Tagen stand ich im Traum auf einem Gerüst, von dem aus ich auf eine große flache, mit schieferigen Steinen bedeckte Ebene gestiegen bin: die Oberfläche des Mondes. Ein schönes und zufriedenstellendes Gefühl als Mann.

Die Reise zum Mond. Film von Georges Méliès 1902

Die Reise zum Mond. Film von Georges Méliès aus dem Jahr 1902

Der Mond als Begleiter der Männer in der Nacht, wo sie sich ihren eher rational gefärbten Träumen hingeben. Angefangen bei Überlegungen zur Standort- und Zeitbestimmung durch den Lauf der Gestirne übers Himmelszelt bis zu Lösungsansätzen technischer Natur. Mir scheint, die Zukunftsträume der Männer sind viel mehr durch Fantasien und Ausarbeitung technischer Möglichkeiten inspiriert als die Träume von Frauen. Wobei „rational“ natürlich nichts zu tun hat mit „vernünftig“, was man/frau an den zur Zeit noch von typisch männlichen Vorstellungen dominierten Naturwissenschaften erkennen kann, wo nur gilt, was man auch zählen, messen und bestimmen kann. Hat nicht Vernunft einiges mehr zu tun mit „Intuition“, jenem unerklärlichen Gefühl für das Richtige, in vergangenen Zeiten vorwiegend Frauen zugeordnet? Der schöne Männertraum von der Beherrschung der Welt, der Natur durch naturwissenschaftliche Erkenntnisse. In der Hoch- und gleichzeitig eingeläuteten Endzeit dieser Träume bin ich aufgewachsen, die in der ersten Landung von Männern auf dem Mond gipfelte.

Wobei ich mit meinen Gedanken wieder beim Mann im Mond angekommen bin, während dieser ein ganzes Stück am Firmament weitergezogen ist.

Veröffentlicht 4. Dezember 2017 von Michael in Gedankensplitter

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Advent   2 comments

Heute war ein trüber, grauer Tag.
Ich hatte auch tagsüber das Licht brennen. Meine Sehnsucht nach Helligkeit.
Aber als jetzt ich aus heller Stube durchs Fenster nach draußen sehe, bemerke ich:
unmerklich hat sich unter der dicken, drückenden Wolkendecke auf leisen Sohlen die Dunkelheit herangeschlichen.
Ich schaue auf die Uhr. Es ist gerade mal halb sechs.
Es wird bereits relativ früh am Nachmittag dunkel. Nacht.

Morgen also ist der erste Advent. Ich mache mir Gedanken.
Was bedeutet das für mich? Jetzt so im Augenblick?

Adventszeit also. Ich habe mir eine Kerze angezündet.
Das große Licht habe ich gelöscht, damit sie besser zur Geltung kommt.
Eine gelbe Flamme, die sich wie lebendig hin und her bewegt, auf die feinste Luftbewegung reagiert.

Erinnerungen an meine Kindheit steigen auf.
Damals gab es dieses helle Licht noch nicht. Weder auf der Straße,
wo irgendwann in der Dämmerung die Gaslaternen aufleuchteten.
Noch in der Wohnung:
im Wohnzimmer die große Lampe mit ein paar 40 Watt Glühbirnen.
Wenn es sein musste, konnte man die zentrale Birne noch zuschalten,
die durch eine mattierte Glasschale direkt auf den Tisch leuchtete.
Dort stand ein Teller mit verschiedenen Nüssen, die man genüsslich aufknacken konnte.
Dazwischen lagen ein paar Mandarinchen, die darauf warteten, geschält zu werden und mit ihrem Duft das ganze Zimmer zu erfüllen.
An der Wand tickte der Regulator im Rhythmus des Herzschlags in die Stille hinein.
Tack … tack … schwang sich das Pendel hin und her. Ein beruhigendes Geräusch.
Auf der Kommode waren Kerzen auf Tannenzweige gesteckt, deren Schatten geräuschlos über die Wand tanzten.

Eine Zeit, die vom Alltag abgeschnitten war mit seinen Erledigungen und Besorgungen.
Jene Zeit, in der die Seele ihren Körper, der tagsüber, getrieben durch die vielen Pflichten vorausgerannt war, wieder einholen konnte.

Dunkelheit, die Geborgenheit versprach und Sicherheit.
Eine Zeit der Ruhe, und gleichzeitig so voller Leben.

Die gleichzeitig, sobald das letzte Licht gelöscht war,
auch die Zeit der Alpträume und des Grauens war, des schutzlos Ausgeliefert-seins.

Veröffentlicht 2. Dezember 2017 von Michael in Gedankensplitter, Lyrik

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Gedanken übers Werden   1 comment

 

 

 

 

 

Vor mir steht eine meiner Tonfiguren. Meine Figuren sehe ich als eine Art Gedanken, an denen sich Materie kondensiert hat wie im Spätsommer kurz vor Tagesanfang der Tau. Diesmal ist es Ton. Die Figur ist rau, eingefangen mitten im lebendigen Schaffensprozess, wie schockgefrostet, um möglichst viel der feinen Gedankenfäden in der Materie zu konservieren. Ihre Lust am Werden einfangen. Die Sehnsucht nach Entwicklung ausdrücken. Ich möchte sie immer wieder in die Hand nehmen, um an ihr weiterzuarbeiten und sie hier und dort noch zu verbessern.

So entstehen alle meine Figuren: es ist ein Gedanke da, eine Vorstellung, die Gestalt annehmen möchte. Und ich stelle ihr alles zur Verfügung, was sie zur Realisierung braucht. Da ist ein Klumpen Ton und dann muss ich eigentlich nur noch meine beiden Hände mit ihren formenden Fingern hinhalten und von allen Kontrollwünschen loslassen. Es ist, als ob sich eine uralte Idee umsetzt, ein Urimpuls, den wir aus alten Texten kennen: jenes „Werde!“ – und es wird.

 

So in etwa stelle ich mir die Schöpfung vor, das, was man „die Evolution“ nennt. Ein Gedanke, der sich zu Materie verdichtet und so für uns sichtbar und greifbar wird. Ich möchte es „Erkenntnis“ nennen: ich stelle mir einen Vorgang vor, der sich, einmal begonnen, kontinuierlich fortsetzt, vielleicht hier und dort in unterschiedlicher Intensität wirkt, Pausen einlegt, aber keinen endgültigen Stillstand kennt. Ein Schöpfungsimpuls, der sich selbst beim Werden beobachtet und immer wieder überrascht und erfreut ist über das, was geschieht, was er erkennt, und sich so stets erneuert.

So steht sie da als Figur, still und reglos. Sie berührt ohne sich zu rühren. Aber sie gibt mir auch ganz viel zurück, alles, was sie bei ihrem Werdegang aufgesogen, aufgenommen hat mit der Wärme und Kraft meiner Hände, hat sie gespeichert und gibt sie allmählich wieder ab, Teil eines unendlichen Stroms. Wie ich es in der Physikstunde gelernt habe: Energie kann nicht verloren gehen. Sie bleibt stets erhalten. „Panta rhei“ soll Heraklit gesagt haben. Alles fließt und nichts bleibt; es gibt nur ein ewiges Werden und Wandeln.